Bronnbacher <b>Gespräche</b>Di. | 07. März 2017 |19:30 | Archivverbund Main-Tauber Vortragssaal

Bronnbach und die Klosterdörfer vor dem obersten Gericht des Heiligen Römischen Reichs – Neue Forschungen aus dem Archiv


Vortrag von Matthias Schüll, Heidelberg

Die zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen der Grafschaft Wertheim, dem Hochstift Würzburg und der Zisterzienserabtei Bronnbach beschäftigten das Reichskammergericht bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806. Allein die Erbfolge nach dem Untergang des alten Wertheimer Grafengeschlechts 1556 führte zu einem Gerichtsverfahren, das auch 200 Jahre später noch nicht abgeschlossen war. Obwohl Bronnbach zunächst nur Gegenstand dieser Streitigkeiten war, klagte das Kloster bald auch selbst gegen die Grafen von Löwenstein-Wertheim und erlangte in der Folge die Herrschaft über die Dörfer Reicholzheim und Dörlesberg. Die Frage nach der Landeshoheit Würzburgs hatte sich damit jedoch noch nicht erledigt.

Der Vortrag beleuchtet, wie im Taubertal in Zeiten konfessioneller Spaltung und politischer Unruhe Herrschaftsrechte mit juristischen Winkelzügen erstritten und durchgesetzt wurden.

Der Referent Matthias Schüll hat in Heidelberg Jura studiert. Seit seinem ersten Staatsexamen ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für geschichtliche Rechtswissenschaft der Universität Heidelberg. Er arbeitet an einer Dissertation zu den Reichskammergerichtsprozessen wegen der Bronnbacher Klosterdörfer.



Eintritt frei
Veranstalter: Archivverbund Main-Tauber, Historischer Verein Wertheim, VHS Wertheim