Festsaal:

Josephsaal


Der über dem Refektorium erbaute Josephsaal war und ist nur im Sommer nutzbar.


Über dem westlichen Flügel der Klausurgebäude, dem mittelalterlichen Konversentrakt, wurde um 1600 der Abteibau errichtet. Er diente den Äbten in der folgenden Zeit als Wohn- und Arbeitsstätte.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts ließ Abt Ambrosius Balbus das zweite Stockwerk herrschaftlich ausstatten. Apollo-, Brunnen- und Adlersalon tragen reiche Stuckaturen des Hammelburger Meisters Johann Georg Sturzen-höfer (1759). Im Prälatenbau befindet sich der Zentraleingang mit Klosterladen und Vinothek.


Der lichte, an drei Seiten befensterte Saal diente als Empfangs- und Festsaal des Klosters. Erbaut wurde er in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu einer Zeit, in der im Kloster viel Geld vorhanden war. Das Leben war damals zeremoniell und ein herrschaftliches Amt bedeutete Repräsentation, denn Rang und Status wurden an der äußerlichen Prachtentfaltung gemessen. Nach den Vorstellungen der damaligen Zeit war der Josephsaal ein richtiger Festsaal: die hellen Wände mit einem Stich ins Türkise werden von Wandvorlagen aus rotem Stuckmarmor gegliedert. Sie dienen als Basis für halbfigurige Atlanten aus weißem Stuck, die das Gewölbe zu tragen scheinen.

Den unteren Wandbereich umschließt eine durchgehende Wandverkleidung aus Holz, einer sogenannten Lamberie. Das großformatige Fresko in der Mitte des Raumes zeigt eine Szene aus der Josephsgeschichte des Alten Testaments.

Eine absolute Rarität ist schließlich der Boden: Es ist der originale Boden mit Intarsien aus Eichenholz.





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