
Die erste von drei geplanten Ausstellungen des Jahres 2026 im Kloster Bronnbach wird ausgerichtet von Ilse Hess-Weibert. Die Tauberbischofsheimerin zeigt eine beeindruckende Auswahl ihrer Patchwork-Arbeiten.
Die Kunst des Patchwork (etwa: „Flickenwerk“) geht ursprünglich auf die „Quilt“- Näherei der amerikanischen Siedlerfrauen im 18. und 19. Jahrhundert zurück. In der Not ihrer kargen Jahre nähten diese aus Reststoffen brauchbare Decken. Aus diesem pragmatischem Recycling entwickelte sich das heute wieder entdeckte Kunsthandwerk Patchwork, bei dem viele unterschiedlich große Quadrate, Rauten und Streifen zu einer dekorativen Ganzheit vernäht werden.
Im Umgang mit der kniffligen Zusammenstellung verschieden großer und vielfach gemusterter Einzelteile zeigt Ilse Hess-Weibert großes kompositorisches Geschick und feines Gespür für Farbe und Form. Die Blickfülle der unzähligen Einzelstücke bändigt sie in einer geometrischen Grundstruktur. Das reichhaltige Gefüge entwickelt sie zu einem Flächenpuzzle von farbintensiver Prächtigkeit, bei der auch die Beschaffenheit und Haptik der unterschiedlichen Stoffe mitwirkt. Die bis zu zwei Meter großen Patch-Werke werden auf diese Weise zu Kunst Stücken.
Die Vernissage der Ausstellung findet am Sonntag, 19. April, um 15 Uhr in der Neuen Galerie statt. Die Öffentlichkeit ist dazu herzlich eingeladen.
Besichtigung: zu den Öffnungszeiten des Klosters
Vernissage: 19.04.2026, 15 Uhr
Veranstalter: Gunter Schmidt
